style & story

Die fotografische Arbeit von Christopher Schröder bewegt sich durch sechs Dimensionen – sie oszilliert zwischen Dokumentarfotografie und künstlerischer Fotografie, zwischen großer Nähe und und großer Distanz und zwischen schneller und langsamer Fotografie.

Seine schnelle Fotografie ist von Zufall geprägt. Verfügbares Licht und große Motivnähe machen seinen natürlichen Reportage- und Street-Stil aus. Diese Fotografien sind häufig bunt und lebendig und zeigen die Realität, wie sie eben ist oder wie er sie wahrgenommen hat. Zugleich sind sie unvollkommen, wie das Leben selbst. Auf diese Fotografien kann Christopher sich nicht vorbereiten – er kann nur unüberlegt sein.

Seine langsame Fotografie ist von Geduld geprägt. Diese Arbeiten entstehen unter der Wahrung eines respektvollen Abstandes – zum Motiv, zur Distraktion und zur vorfindbaren Gegebenheit. Hier entstehen Aufnahmen mit einer meditativen Stille & Klarheit – weil sie Zeit bekommen und auch weil sie weglassen.

Am Ende glaubt Christopher aber vor allem an eine fundamentale fotografische Größe: den ausschlaggebenden Moment. Diesen versucht er in seinen Fotografien zu finden.

Christopher hatte das große Glück, auf nahezu allen Kontinenten gewesen zu sein; auf Reisen durch oder längeren Aufenthalten in mehr als 40 Ländern. Hier ist der Hauptteil seiner Arbeit entstanden.

Er ist ein Fotograf, der sich das Fotografieren selbst beigebracht hat – sozusagen ein Fotografie-Autodidakt. Eigentlich ist er Ingenieur. 1979 kam er zur Welt und lebte in Hamburg, München und Peking. Bereits als Kind war er an Fotografie interessiert – als Teenager besaß er dann endlich seine erste eigene Kamera. Er ist Teil der Fotografen*innen-Gruppe Blende 1 in München.

For one thing my photographic work is characterized by chance & velocity. Available light and very close proximity to the subject are properties of my natural documentary and street photography style. These photographs are often colorful and vivid, show the reality as is or as I sensed it and are imperfect like life. For these photographs I cannot prepare – I can only be rash.
Beyond that my work is about slowness & patience: the imagine up of the photograph to be taken, the long wait for the very precise and desired light or a concrete weather (phenomenon). Here photographs with a meditative silence & clearness are being created – because they get time and because they skip. These photographs also mirror my very own interest in meditation and mindfulness.
For these two fundamentally contrary concepts – the rapid and the slow photography – I truly believe in the sole pivotal moment. This I try to find in my photographs.
I was very fortunate to have visited almost all continents and more than 40 countries so far. Here my main work developed.
I am a self-taught photographer – a photography-autodidact in a way. Actually I am an engineer. Born in 1979, I live/ lived in Hamburg, Munich and Beijing. I was already addicted to photography as a child. Then, as a teenager, I finally bought my first own camera. I am part of the photographer community Blende 1 in Munich.